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Landarzt, ein Traumberuf?
Brochterbeck, ein Dorf, in dem morgens um sieben die Welt noch in Ordnung ist. Brochterbeck liegt am Fuß des Teutoburger Waldes und hat 3000 Einwohner. Brochterbeck, das sind zwei Kirchen, ein Kindergarten, eine Grundschule, zwei Bäcker, ein Lebensmittelmarkt und - ein Landarztehepaar. Genau das ist etwas ganz besonderes. In Deutschland stehen bereits viele Landarztpraxen leer und viele Ärzte finden keinen Nachfolger. Das Land NRW versucht dem mit einer Förderung von bis zu 50.000,-€ entgegenzutreten. 50.000,-€ für Mediziner, die sich als Landarzt niederlassen. Aber, was bedeutet es, als Landarzt tätig zu sein? Wie sieht die wirtschaftliche Situation der Praxen aus? Was muss ein Landarzt mitbringen? Diesen Fragen ist das ARD Morgenmagazin am 10. Juni 2010 nachgegangen und hat Ulrike und Hans-Ludwig Klein, die freundlichen Landärzte aus Brochterbeck, einen Vormittag begleitet.
Bericht des ARD Morgenmagazin
Dosen großzügig füllen
Sammelaktion für die Restaurierung der Kirche
„Noch nie hatten wir im Kirchenvorstand in all den Jahren so viel mit Bauen und Renovieren zu tun und so viel Geld ist in so kurzer Zeit noch nicht nötig gewesen“ so wusste Pastor Martin Weber am Freitagabend den Gemeindemitgliedern zu erzählen, die sich bereit erklärt hatten für ihre Kirche St. Peter und Paul die einzelnen Haushalte aufzusuchen und das Spendenanliegen vorzubringen. Sie wollen die von der Volksbank gesponserten 500 Spardosen in die Haushalte bringen die bis zum 27. Juni gefüllt werden sollen. Im Jahr 1856 wurde mit dem Bau dieser Kirche begonnen. Am Heiligabend 1860 konnte hier erstmals ein Gottesdienst gefeiert werden. Alle Gemeindemitlieder haben sich damals dafür eingesetzt, sei es mit Geld oder mit aktiver Hilfe. Und genau dieses Anliegen besteht auch heute, denn im Jahr des Jubiläums soll die Kirche renoviert werden. Aus dem ursprünglich geplanten Kirchenanstrich ist nach Rücksprache mit Architekten und Experten ein umfangreiches Renovierungspaket geworden, zu dem das Bistum auch einen mächtigen Zuschuss gibt. Das zeigt die Schätzung des Gebäudes und der Gemeinde und so sollte man die Mängel, die schon lange offensichtlich waren und auch die, die hinzugekommen sind, jetzt in einem Zuge beseitigen. So wird neben dem neuen Anstrich auch eine neue Lautsprecheranlage kommen. Hier laufen im Augenblick Probebeschallungen und alle Interessierten sind dringend gebeten, die Gottesdienste zu besuchen und ihre Meinung weiterzugeben. Auch ein neuer Liedanzeiger ist vonnöten, da der Alte doch häufig ausfällt. Neue Fußböden sind teilweise notwendig, so muss Linoleum unter Bänken eneuert werden und auch neue Steinplatten sind da nötig, wo Bänke entfernt oder versetzt werden sollen bzw. müssen. Die Figuren und Gemälde müssen teilweise restauriert werden und sollen im Zuge der Renovierung auf Anraten der Experten neue Plätze in der Kirche finden. Dies und noch vieles mehr ist auch auf dem Infoblatt erläutert, das die Verteiler der Dosen in den nächsten Wochen zu den Gemeindemitgliedern bringen. „Eine tolle Idee“ wie Volksbankdirektor Franz-Josef Konermann von der Volksbank bei der offiziellen Übergabe am Freitag betonte und für sich, Pastor Weber und und den örtlichen Zweigstellenleiter Karl-Heinz Stüper als außerhalb wohnende Gönner eine Spardose nahm. Natürlich kann man auch auf das Konto der Kirchengemeinde direkt spenden, um den steuerlichen Abzug mittels einer Spendenquittung zu erhalten. Überweisungsvordrucke werden mitgeliefert oder liegen in den örtlichen Banken aus.
Der Beginn der Renovierung der Kirche ist für den 6.April, dem Dienstag nach Ostern vorgesehen und wird ca. 4 Monate dauern. Während dieser Zeit werden die Gottesdienste in der Regel im Pfarrheim gefeiert. Aber auch die evangelische Kirche und die Kirche St. Modestus in Dörenthe stehen für Gottesdienste nach Absprache zur Verfügung.
Im September soll die Kirche wieder bezogen werden können. Bis dahin bittet die Gemeinde um Unterstützung. Fragen zu den Baumaßnahmen werden von den Verantwortlichen des Kirchenvorstandes, und Fragen zur Spendenaktion von Anton Gersmeier so weit wie möglich gerne beantwortet. „Bis dahin seien sie bitte großzügig und freigiebig", wie ein ehemaliger Pfarrer Brochterbecks immer wieder zu sagen pflegte, ein geflügeltes Wort in der Gemeinde genau nach dem Motto „Lebendige Kirche gestern, heute und morgen“.
Dorfstraße vor ev. Kirche und Park am Mühlenteich sollen neu gestaltet werden
Arbeitskreis Stadtentwicklung tagte in Brochterbeck
Der Arbeitskreis Stadtentwicklung in Brochterbeck ließ sich jetzt von Bürgermeister Wilfried Brönstrup und den Planern über den vorgesehenen II. Bauabschnitt der Revitalisierung Brochterbeck informieren. Im Einzelnen soll die Dorfstraße im Bereich vor der ev. Kirche (Abschnitt von der Moorstraße bis Ende des Grundstücks „Wohnanlage Eckardt“) und der Park am Mühlenteich neu gestaltet werden. Die Planer Peter Ungruhe und Michael Copp von der Flick Ingenieurgemeinschaft aus Ibbenbüren stellten die Planungen mit Varianten vor. Sie wurden mit dem Arbeitskreis eingehend diskutiert und Verbesserungsvorschläge eingearbeitet. Im Einzelnen ist Folgendes vorgesehen:
· Die Dorfstraße im Bereich ev. Kirche wird, wie die Straße „Am Mühlenteich“ im letzten Jahr, eine Pflasterdecke erhalten. Sie soll höhengleich und verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Der Kreuzungsbereich Moorstraße/ Dorfstraße wird mit einer abknickenden Vorfahrt angelegt. Dies soll die Verkehre stärker auf die Moorstraße lenken, um eine bessere Aufenthaltsfunktion auf der Dorfstraße zu erhalten. Die Variante eines Minikreisels für die Einmündung Dorfstraße Moorstraße wurde in der Diskussion verworfen.
·Der Park am Mühlenteich soll komplett aufgewertet und restauriert werden. Die abgängige Oberflächenbefestigung wird durch den roten Stein der Mühlenteichpromenade ersetzt. Hiermit nimmt man die Optik der im letzten Jahr erstellten Mühlenteichpromenade auf und erzeugt ein einheitliches Gestaltungsbild.
·Als weiteres Highlight soll der Park ein Wassertretbecken erhalten. Die Finanzierung und Pflege ist zwar noch nicht geklärt. Aber es herrschte Einigkeit darin, dass Brochterbeck im Dorfmittelpunkt ein ansprechendes Wassertretbecken benötigt.
· Der Mühlenbach soll durch eine Flachwasserzone aufgewertet werden. Die Betonmauer am Mühlenbach vor der alten Post wird durch eine Natursteinverblendung optisch ansprechend gestaltet.
· Der rückwärtige Bereich der Volksbank wird mit bodendeckenden Pflanzen verschönert. Diese sollen nicht so hoch wachsend sein, um den Blick auf den Natursteinsockel nicht zu versperren.
·Der Park erhält eine Ausleuchtung mit Pollerleuchten, die in den nächsten Tagen auch an der Mühlenteichpromenade aufgestellt werden. Noch nicht ganz geklärt werden konnte die Frage, welche Laternen am besten zur Neugestaltung der Dorfstraße passen. Hier sollen Fachplaner ein passendes Konzept erarbeiten, da der Beleuchtung eine zentrale Bedeutung bei der Gestaltung zukommt. Die im Arbeitskreis erarbeiten Varianten sollen Gegenstand des Förderantrages bei der Bezirksregierung werden. Ein erstes Vorgespräch zu einer Förderung des jetzigen II. Bauabschnittes ist positiv verlaufen. Die Maßnahmen sollen vorbehaltlich der Förderung zum Ende 2009 ausgeführt werden und werden den Dorfkern deutlich aufwerten, freut sich Bürgermeister Wilfried Brönstrup. Die stets gepflegte intensive Bürgerbeteiligung habe immer positive Früchte für Brochterbeck gebracht. Der Arbeitskreis besteht seit 2000/2001, als das Dorfentwicklungskonzept für alle Ortschaften der Stadt mit rd. 100 Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam erarbeitet worden ist.
Pressemitteilung der Stadt Tecklenburg v. 21.01.09
Mit dem Freizeitbus nach Brochterbeck

Brochterbeck bietet sich an als Ausgangspunkt für viele Fahrrad-, Wander- und Walkingtouren. Für Gäste aus der Umgebung stehen Wanderparkplätze zur Verfügung. Aber auch für Gruppen, die gerne gemeinsam anreisen möchten gibt es in diesem Jahr wieder ein besonderes Angebot. In der Zeit vom 1. Mai bis zum 3. Oktober fährt an allen Sonn-und Feiertagen der Freizeitbus von Münster direkt nach Brochterbeck. Auf dem Foto ist die Gruppe abgebildet, die am 1. Mai 08 als erste Gruppe dieses Angebot nutzte und nach der Ankunft an einer Führung durch Brochterbeck teilnahm.
Mehr Informationen zum Freizeitbus
Senioren schildern ihre Erlebnisse im Dritten Reich und danach

Ein neues Buch über Brochterbeck ist in einer begrenzten Auflage erschienen, herausgegeben hat es Hubertus Heemann. Es trägt den Titel „Ein kleines Dorf am Anfang der Welt“.
Der Herausgeber und seine Mitautoren haben mit Blick auf ihre Enkel eigene Kindheitserlebnisse im Dritten Reich, beim Einmarsch der Briten im April 1945 und in der frühen Nachkriegszeit beschrieben. Für diese heute alten Menschen war es damals der Anfang ihrer persönlichen Welt.
Einige der insgesamt 17 Mitautoren sparen dabei nicht mit scharfer Kritik an heutigen Zuständen in der Gesellschaft und Politik. Mehreren Autoren sei es außerdem ein Anliegen gewesen, ihren Vorfahren etwas mehr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen in ihrem Handeln in jener schweren Zeit, so der Herausgeber. Insofern sei das Buch politisch aktuell, mit vielen Bezügen zur Gegenwart und mit einigen Fragestellungen, die in der offiziellen Politik gerne ausgeklammert würden, heißt es in einer Pressenotiz.
Das Buch ist beim Herausgeber erhältlich.
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